Die Haltbarkeit von künstlichen Gelenken, auch an der Hüfte, ist zeitlich beschränkt. Im Falle von mechanischen Lockerungen von einem oder aller eingesetzten Komponenten (Bild 1) ist eine Wechseloperation (Bild 2) angezeigt.

Bei normalem Verlauf nach Operation kann mit einer gewissen Verbesserung der Hüftfunktion (Beweglichkeit, langfristig teilweise Erholung des Muskelapparates, Erhöhung der Belastbarkeit) und einer gewissen Schmerzreduktion der erneut operierten Hüfte gerechnet werden, abhängig von der Knochenqualität und dem Zustand der erneut abgelösten und wieder vernähten Muskulatur. Insgesamt ist von einer längeren Nachbehandlungszeit als beim Einsetzten einer ersten Hüftprothese auszugehen, verbunden mit einer längeren Zeit der verminderten Belastbarkeit des operierten Beines.

Zunehmend kommt auch bei den Wechseloperationen ein minimal invasiver Zugang (AMIS) wie bei einer Erstoperation infrage, v.a bei alleinigem Wechsel der Gleitpaarung und/oder nur der Pfannenkomponente.

Über die ganze Vor- und Nachbehandlung und Dauer der Hospitalisation wird ein klärendes Gespräch mit Patient/-in geführt; diese sind von individuellen Faktoren wie Alter und v.a. zusätzlich belastenden Krankheiten sowie Medikamenteneinnahme abhängig

(1) Vor der Revision...
(2) ...und danach: neue Pfanne und neuer zementfreier Schaft