Bei therapieresistenter Arthrose (Coxarthrose) können heute beim künstlichen Gelenkersatz, der Hüfttotalprothese (Bild 2, 3) dank Einsatz von zementfreien Materialien aus Titan und modernen Gleitpaarungen aus hoch vernetztem Polyäthylen/Keramik oder Keramik/Keramik gute Langzeitergebnisse erreicht werden. Diese bewährten Prothesen werden heute mit der minimal invasiven Methode über einen vorderen Zugang unter Ausnützung einer natürlichen Muskellücke implantiert (AMIS‘ / Bild 1, 5, 6) d.h. trotz kleinem Hautschnitt wird die Muskulatur geschont, da diese nicht mehr wie bei der älteren „offenen“ Methode (Bild 4) abgelöst und wieder zurückvernäht werden muss; damit kommt es nicht nur zu einem durchschnittlich kleineren Blutverlust sondern dies führt auch zu einer schnelleren Rückkehr zu einem normalen Gangbild und zu einer raschen Rehabilitation bei jüngeren und älteren Patienten und Patientinnen mit kurzer Hospitalisationsdauer. Diese Methode wird im Gegensatz zu anderen minimal invasiven Techniken auch bei übergewichtigen Patienten regelmässig angewendet.

Über die ganze Vor- und Nachbehandlung und Dauer der Hospitalisation wird ein klärendes Gespräch geführt, da diese von individuellen Faktoren wie Alter und v.a. zusätzlich belastenden Krankheiten sowie Medikamenteneinnahme abhängig sind.

(1) Schema eines AMIS-Zuganges
(2) Schwere Coxarthose links, rechte Seite 1992 operiert
(3) Gleiche Patientin, rechts OP 1992, links neue Methode (AMIS) 2006
(4) Seitlicher Zugang an der linken Hüfte 1998
(5) Zugang mit neuer Methode (AMIS) 2007
(6) AMIS-Methode bei Übergewicht