Am Knie gehört die Arthroskopie (Knopflochchirurgie) vor allem bei jüngeren Patienten und Patientinnen zum „golden standard“. Mit dieser Methode können z.B. Meniskusverletzungen (Bild 1) gut behandelt werden, auch bei Gelenkabnützungen im wenig fortgeschrittenen Stadium kann diese Methode zur Anwendung kommen; sie ist für den Patienten ausgesprochen wenig belastend und kann einen grösseren Eingriff hinausschieben. Die Arthrokopie am Knie kann als eine der ersten minimal invasiven Behandlungen in der Orthopädie überhaupt bezeichnet werden, sie wird bereits seit nahezu 40 Jahren regelmässig angewendet.

Die Kniearthroskopie dient auch bei komplexen Kapselbandverletzungen als Hilfe, da dadurch weitere für die Gewebeentnahme (z.B. Kreuzbandtransplantat) notwendigen Hautschnitte verkleinert werden können und das Gelenk nicht zusätzlich eröffnet werden muss.

Eine spezielle Operation ist die arthroskopische Teilmeniskektomie (Bild 2), die über die schonende Entfernung eines eingerissenen Meniskusanteiles zu einer schnellen Wiederherstellung der Gelenkfunktion führen kann.

Über die ganze Vor- und Nachbehandlung und Dauer einer allfälligen Hospitalisation wird ein klärendes Gespräch geführt; diese sind von individuellen Faktoren wie Alter und v.a. zusätzlich belastenden Krankheiten sowie Medikamenteneinnahme abhängig.

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