Der Tarsaltunnel ist eine muldenförmige Durchtrittsstelle für Sehnen, Gefässe und Nerven hinter dem Innenknöchel. Er wird durch ein Band, welches vom hinteren Innenknöchelbereich schräg nach unten zum Fersenbein verläuft zugedeckt.

Spaltung des Retinaculum musculi flexorum

Teilnarkose

Vollbelastung sofort

nein, evtl. Einlagen

Nach 6 Wochen

Ca. 2-3 Tage (abhängig von der Tätigkeit)

In dem an sich von Natur aus schon engen Tarsaltunnel kann es in Folge von Reizungen, wie sie etwa nach Sprunggelenksverstauchungen oder Brüchen entstehen können, zu einem Kompressionssyndrom,  dem sogenannten „Tarsal Tunnel Syndrom“ kommen. Hierbei entsteht eine Schwellung, welche die durch den Tarsaltunnel ziehende Arterie und die Nerven komprimiert. Dadurch entstehen am Fussinnenrand Schmerzen, die bis in die Fusssohle, Wade oder Ferse ausstrahlen können. Bringt eine physikalische Therapie, unterstützt von entzündungshemmenden Medikamenten und medial gut abstützenden Schuheinlagen, keinen Erfolg, muss u.U. eine Operation durchgeführt werden. Dabei wird das Retinaculum musculi flexorum gespalten und der eventuell fixierte Nerv vorsichtig gelöst.