Die primäre Abnutzung des Schultergelenkes ist im Vergleich zu Hüft- und Kniegelenk selten und es muss daher selten eine Prothese eingesetzt werden. Ist die Rotatorenmanschette noch intakt, kann durch eine Totalendoprothese wieder eine gute und schmerzfreie Beweglichkeit der Schulter hergestellt werden.

Totalendoprothese, Hemi- oder inverse Prothese

Ca. 10 Tage

Vollbelastung nach ca. 6 Wochen

Ca. 8–10 Wochen (abhängig von der Tätigkeit)

Nach Ablösung der vorderen Schultergelenkmuskulatur wird die Gelenkfläche des Oberarmkopfes abgetragen, die Schulterpfanne von Restknorpel befreit und der Oberarmschaft mit Raspeln eröffnet. Nach Einsetzen der Prothese werden die  Muskeln und Sehnen wieder am Knochen angenäht.

Fehlt die Rotatorenmanschette und ist das Hauptziel der Operation die Schmerzlinderung bei alltäglichen Aktivitäten, wird nur der Oberarmkopf, nicht jedoch die Schulterpfanne  ersetzt („Hemiprothese“). Alternativ könnte auch die Implantation einer sogenannten „inversen“ Prothese in Erwägung gezogen werden. Bei diesem Modell ist Kopf und Pfanne vertauscht, um so trotz fehlender Rotatorenmanschette stabile Verhältnisse zu erreichen.